Geschichte und Politik Spaniens
Die Geschichte von Spanien ist überaus abwechslungsreich. Von der Eroberung durch die Araber oder auch die Franco-Diktatur: Spanien hat in den letzten Jahrhunderten einiges durchgemacht und erst mit der Demokratisierung 1976 ist es in diesem Land auch politisch etwas ruhiger geworden. Spanien wurde bereits von einer Vielzahl von Eroberern besetzt: Den Römern, Berbern, Habsburgern, Arabern, Bourbonen, etc. Gefolgt von den Besetzungen kamen die Befreiungskriege, deren Diktaturen folgten. Auch diese waren nicht wirklich von Erfolg gekrönt, und das Ende des Spanischen Bürgerkrieges (1936 – 1939) war gleichzeitig der Beginn der letzten Diktatur in Spanien: Die von General Francisco Francos (1939 – 1975). Der Spanische Bürgerkrieg hat tiefe Spuren im Land hinterlassen, das sich als eines der wenigen in Europa nicht aktiv in den zweiten Weltkrieg eingemischt hat. Jedoch war in Folge des Bürgerkrieges Spanien lange isoliert, und die Wirtschaft war am Boden. Erst durch die Reformierung der Wirtschaftspolitik im Jahre 1959 kam sie wieder auf die Beine – und gerade der Tourismus spielte darin eine große Rolle. Gegner des Franco-Regimes, und auch des Tourismus, war die ETA, welche im Baskenland seine Wurzeln hat. Franco regierte bis zu seinem Tod im Jahre 1975, und sein bereits seit Jahren bestimmter Nachfolger, Juan Carlos, wurde zum König ernannt. Dieser initiierte dann auch den Übergang von der Regierung Spaniens, von der Diktatur zur Demokratie. Die Demokratisierung fand bei der Bevölkerung großen Anklang. 88% der spanischen Bevölkerung stimmten 1978 der Verfassung zu, und Spanien wurde eine parlamentarische Monarchie. Seither hat es einige Ministerpräsidenten in Spanien gegeben, jedoch nur ein Staatsoberhaupt: König Juan Carlos I. Priligy
Spanien ist heute ein sozialer und demokratischer Rechtsstaat, eine parlamentarische Monarchie. Diese Staatsform wird auch in anderen europäischen Ländern praktiziert. Hier ist der König / die Königin das Staatsoberhaupt, in Spanien ist dies König Juan Carlos I. Dieser Titel ist erblich und das Staatsoberhaupt nimmt mehr als nur repräsentative Aufgaben wahr. So ist er auch Oberbefehlshaber der Streitkräfte. Spanien ist eine Demokratie mit einem Mehrparteiensystem. Der Ministerpräsident und die Mitglieder der Regierung werden vom Abgeordnetenhaus gewählt. Der Ministerpräsident José Luis Rodriguez Zapatero wurde 2004 gewählt, und 2008 in seinem Amt bestätigt. Der Regierungssitz ist in Madrid. Spanien gehört auch der Europäischen Union an, ist seit 1986 Mitglied der EU.
Politisch ist das Land in 17 Autonome Gemeinschaften gegliedert, den Comunidades Autónomas. Hinzu kommen zwei autonome Städte. Diese Gemeinschaften sind in insgesamt 52 Provinzen (inkl. der autonomen Städte Ceuta und Melilla) gegliedert, die meist nach ihrem jeweiligen Verwaltungssitz benannt sind.
